Ungewöhnliche Einblicke beim Tag der offenen Tür in der Kläranlage Kühnhausen
Klärwerk feiert in diesem Jahr sein 50-jähriges Bestehen
Bei stündlichen Führungen wird anschaulich vermittelt, wie aus Abwasser wieder sauberes Wasser wird und welche Behandlungsschritte dafür notwendig sind. Darüber hinaus können kleine und große Technik-Fans die Technik der Kanalreinigung sowie die Kameratechnik zur Kanalinspektion in Augenschein nehmen. Doch es geht nicht nur in die Tiefe: Bei einer Begehung der Faultürme bietet sich eine beeindruckende Aussicht aus 34 Meter Höhe.
Auf welche kuriosen Funde die Mitarbeiter des Entwässerungsbetriebes im Kanalnetz stoßen, zeigen Filmausschnitte. Zusätzlich präsentieren sich die einzelnen Abteilungen des Entwässerungsbetriebes und informieren zu Themen wie Gebühren, Entwässerungsplanung und Grundstücksentwässerung. Auch das Umwelt- und Naturschutzamt ist mit verschiedenen Informationsständen vor Ort.
Der Tag der offenen Tür soll gleichzeitig den Erfurter Entwässerungsbetrieb als Arbeits- und Ausbildungsplatz präsentieren. „Wir brauchen dringend Ingenieure, IT-Fachleute, Fachkräfte für Abwassertechnik, Elektroniker für Betriebstechnik und Meister oder Techniker“, sagt Martin Höfer, Leiter des Erfurter Entwässerungsbetriebs. Auch an den potentiellen Nachwuchs von morgen haben die Programmgestalter gedacht: Die jüngeren Gäste können sich mit Hüpfburg, Fotobox, Minibagger und anderen Aktionsständen vergnügen. Für das leibliche Wohl ist selbstverständlich gesorgt. Parkmöglichkeiten stehen auf dem Gelände des Entwässerungsbetriebes nur eingeschränkt zur Verfügung.
Der Erfurter Entwässerungsbetrieb würdigt mit diesem Tag auch ein besonderes Jubiläum: Von 1971 bis 1976 erfolgte der Neubau der Kläranlage Kühnhausen, die 2026 ihr 50-jähriges Bestehen feiert. Heute arbeitet die Anlage technisch auf hohem Niveau und erfüllt alle ökologischen Ansprüche. „Aktuell ist unsere Kläranlage eine Großbaustelle, nach über vier Jahrzehnten Betriebszeit ist das völlig normal. Die Erneuerung von vier der sechs vorhandenen Nachklärbecken sowie die Erneuerung der Vorklärung, die noch bis zum Jahr 2036 andauern wird, stellen für den Entwässerungsbetrieb besondere Herausforderungen dar“, so Höfer.